Die Weiterentwicklung unseres DRK-Zentrums in Bad Säckingen
Der geplante Um- und Erweiterungsbau in der Rot-Kreuz-Straße 4 ist weit mehr als ein Bauprojekt. Er steht für die langfristige Weiterentwicklung unseres DRK-Kreisverbandes und ist das Ergebnis eines Weges, der uns seit inzwischen mehr als einem Jahrzehnt begleitet. Bereits im Jahr 2012 begannen die ersten Überlegungen, wie die räumlichen Voraussetzungen für die vielfältigen Aufgaben unseres Kreisverbandes zukunftsgerecht gestaltet werden können. Ziel war und ist es, optimale Rahmenbedingungen für unsere Mitarbeitenden, Ehrenamtlichen und die Menschen zu schaffen, die auf die Leistungen des Deutschen Roten Kreuzes vertrauen.
Einen ersten konkreten Anlauf bildeten in den Jahren 2014 und 2015 die Planungen mit der Firma Vollack in Karlsruhe im Rahmen eines Neubauprojekts in den Gettnauerböden in Bad Säckingen. Die damaligen Konzepte eröffneten interessante Perspektiven für die langfristige Entwicklung unseres Kreisverbandes. Letztlich konnten die Planungen aus vielerlei Gründen jedoch nicht zur Umsetzung gebracht werden.
In den darauffolgenden Jahren wurden weitere Möglichkeiten intensiv geprüft. Dazu gehörte insbesondere die Idee, die Rettungswache im ehemaligen Krankenhausgebäude unterzubringen. Trotz vielversprechender Ansätze erwies sich diese Variante aufgrund der hohen Investitionskosten sowie der fehlenden Förderfähigkeit als wirtschaftlich nicht darstellbar.
Ein weiterer wichtiger Entwicklungsschritt folgte im Jahr 2019 mit den Überlegungen für einen Neubau der Notfallrettung auf dem Gelände des Gesundheitscampus Bad Säckingen. Das Konzept bot moderne Perspektiven für den Rettungsdienst und wurde intensiv untersucht. Im Zuge der Betrachtungen zeigte sich jedoch, dass eine Verlagerung ausschließlich der Notfallrettung zu einer räumlichen Trennung wesentlicher Bereiche des Kreisverbandes geführt hätte.
Während der Rettungsdienst an einen neuen Standort umgezogen wäre, wären andere Aufgabenbereiche des DRK-Kreisverbandes am bisherigen Standort verblieben. Eine solche Zersplitterung der Organisation hätte die täglichen Abläufe erschwert und langfristig erhebliche organisatorische sowie wirtschaftliche Herausforderungen mit sich gebracht.
Was lange währt, wird endlich gut: Nach zahlreichen Gesprächen, Bewertungen und Planungsphasen fiel schließlich die Entscheidung, den bewährten Standort in der Rot-Kreuz-Straße 4 weiterzuentwickeln und dort die Voraussetzungen für die Zukunft unseres Kreisverbandes zu schaffen. Ein Meilenstein hierbei war, das im September 2026 die Förderung des Projekts für den Teil Notfallrettung durch das Land Baden Württemberg bekannt gegeben wurde. Die Umsetzung des Projekts ist ab dem Jahr 2027 vorgesehen.
Der geplante Um- und Erweiterungsbau umfasst dabei weit mehr als eine reine Modernisierung des Bestandsgebäudes. Künftig wird die Rettungswache im Erdgeschoss untergebracht sein. Dadurch verkürzen sich die Wege zwischen den Aufenthalts- und Funktionsbereichen sowie den Einsatzfahrzeugen deutlich. Dies verbessert die betrieblichen Abläufe und schafft optimale Voraussetzungen für eine schnelle Einsatzbereitschaft.
Für die Fahrzeuge der Notfallrettung entsteht auf der Ostseite des Gebäudes ein moderner Hallenanbau, der den aktuellen technischen Anforderungen an eine zeitgemäße Rettungswache entspricht. Neben den Stellplätzen für die Einsatzfahrzeuge werden dort auch die notwendigen Lager- und Funktionsräume für medizinisches Material, Verbrauchsgüter und technische Geräte eingerichtet. Die neue Infrastruktur wird die logistischen Prozesse erheblich verbessern und die Einsatzbereitschaft nachhaltig stärken.
Auch der Ortsverein wird von den geplanten Maßnahmen profitieren. Im ersten Obergeschoss entstehen moderne Räumlichkeiten für die ehrenamtliche Arbeit. Dort wird unter anderem die Kleiderkammer ihre neue Heimat finden. Gleichzeitig werden die beiden bestehenden Ausbildungssäle umfassend modernisiert, technisch ertüchtigt und klimatisiert. Damit werden deutlich bessere Bedingungen für die Aus- und Fortbildung von Haupt- und Ehrenamtlichen sowie für die zahlreichen Kurs- und Schulungsangebote geschaffen.
Ein weiterer zentraler Bestandteil des Projekts ist die Aufstockung des Gebäudes um ein neues zweites Obergeschoss in moderner Leichtbauweise. Hierdurch entstehen zusätzliche Flächen, die dringend benötigt werden, um den gewachsenen Anforderungen des Kreisverbandes gerecht zu werden. Im neuen Stockwerk werden die Verwaltung sowie moderne Umkleide-, Sanitär- und Sozialräume für die Mitarbeitenden des Rettungsdienstes untergebracht.
Mit dem Anbau eines Aufzugs an der Westseite des Gebäudes wird zudem die vollständige barrierefreie Erschließung des DRK-Zentrums ermöglicht. Gleichzeitig entsteht dort der neue Haupteingang, der künftig als zentrale Anlaufstelle für Besucherinnen und Besucher dienen wird. Der neugestaltete Eingangsbereich unterstreicht den offenen und serviceorientierten Charakter des DRK-Kreisverbandes und verbessert die Zugänglichkeit sowie die Orientierung innerhalb des Gebäudes erheblich.
Von dieser Investition profitieren jedoch nicht nur einzelne Bereiche. Der Um- und Erweiterungsbau stärkt den gesamten Kreisverband. Fahrdienst, Bevölkerungsschutz, Breitenausbildung, soziale Arbeit, Rettungsdienst und Ehrenamt erhalten verbesserte Rahmenbedingungen und zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten. Die Bündelung der unterschiedlichen Aufgaben an einem gemeinsamen Standort fördert kurze Wege, eine enge Zusammenarbeit und einen effizienten Ressourceneinsatz.
Mit dem Projekt bekennt sich der DRK-Kreisverband bewusst zum Standort Bad Säckingen und investiert nachhaltig in seine Zukunft. Nach vielen Jahren der Planung entsteht damit die Grundlage für ein modernes DRK-Zentrum, das den Anforderungen der kommenden Jahrzehnte gerecht wird und den Menschen in unserer Region auch künftig verlässlich zur Seite steht.
Mehr als ein Bauprojekt – die Weiterentwicklung unseres DRK-Zentrums in Bad Säckingen ist eine Investition in die Zukunft unseres Kreisverbandes, unserer Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen sowie in die Sicherheit und Versorgung der Menschen in unserer Region.
Horst Schwarz
Geschäftsführer Rettungsdienst

